Unsere Methode

Hoftötung – der würdevolle Weg

Wir glauben, dass ein Tier, das ein gutes Leben hatte, auch einen guten Tod verdient. Deshalb setzen wir auf die Hoftötung.

Was ist Hoftötung?

Bei der Hoftötung wird das Tier in seiner gewohnten Umgebung – auf der Weide, im Stall oder auf dem Hof – betäubt und entblutet. Es gibt keinen Transport zum Schlachthof, kein stundenlange Warten unter fremden Tieren, keinen Lärm und keine Angst.

Das Tier steht friedlich auf der Weide, wenn die zertifizierte Fachperson den Bolzenschuss setzt. In Sekundenbruchteilen verliert es das Bewusstsein – ohne zu merken, was geschieht. Die Entblutung erfolgt sofort danach.

Die Hoftötung ist seit 2020 in der Schweiz unter strengen Auflagen erlaubt. Wir haben die nötigen Bewilligungen und arbeiten mit erfahrenen, zertifizierten Waidwerkern zusammen.

Der Waidwerker

Der Waidwerker ist eine speziell ausgebildete Fachperson für die Hoftötung von Nutztieren. Die Ausbildung umfasst Tierschutz, Betäubungstechnik, Fleischhygiene und Stressmanagement bei Tieren.

Unser Waidwerker kennt unsere Tiere und unseren Hof. Er kommt am geplanten Tag, beobachtet das Tier und wählt den richtigen Moment für die Betäubung. Erst wenn das Tier ruhig und entspannt ist, wird gehandelt – nie unter Zeitdruck.

Nach der Betäubung und Entblutung vor Ort wird das Tier zum regionalen Metzgereibetrieb transportiert, wo die amtliche Fleischkontrolle und die fachgerechte Verarbeitung stattfinden.

Der Prozess

01

Vorbereitung

Am Vortag wird das Tier von der Herde separiert und in gewohnter Umgebung beruhigt. Es bleibt auf der Weide, in seiner vertrauten Umgebung, ohne Stress durch Transport oder unbekannte Orte.

02

Betäubung auf der Weide

Ein zertifizierter Waidwerker betäubt das Tier direkt auf der Weide – mit einem präzisen Bolzenschuss, während es friedlich grast. Das Tier merkt nichts davon. Die Entblutung erfolgt sofort vor Ort.

03

Verarbeitung beim Metzger

Das Tier wird anschliessend von einem regionalen Metzgereibetrieb fachgerecht zerlegt. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Metzgern garantiert höchste Qualität bei der Verarbeitung.

04

Reifung & Verpackung

Das Fleisch reift je nach Stück zwischen 14 und 28 Tagen am Knochen. Danach wird es portioniert, vakuumiert und für die Abholung vorbereitet – frisch und haltbar.

Häufige Fragen

Bei der Hoftötung wird das Tier in seiner gewohnten Umgebung betäubt und entblutet – ohne Transport, ohne Wartezeit, ohne Schlachthof. Das Tier erfährt keinen Stress, was sich direkt auf die Fleischqualität auswirkt. Im Gegensatz dazu müssen Tiere für den Schlachthof transportiert werden, was erheblichen Stress verursacht.

Ja. Seit 2020 ist die Hoftötung in der Schweiz unter strengen Auflagen erlaubt. Der Betrieb braucht eine Bewilligung des kantonalen Veterinäramts, und die Tötung muss von einer ausgebildeten und zertifizierten Fachperson (Waidwerker) durchgeführt werden. Die amtliche Fleischkontrolle findet wie bei jedem Schlachttier statt.

Die Hoftötung wird von einem zertifizierten Waidwerker durchgeführt – einer Fachperson mit spezieller Ausbildung in der stressfreien Betäubung und Tötung von Nutztieren auf dem Hof. Der Waidwerker arbeitet unter Aufsicht des kantonalen Veterinäramts.

Nein. Das Tier wird mit einem Bolzenschussgerät betäubt, während es friedlich auf der Weide steht. Die Betäubung erfolgt in Sekundenbruchteilen und das Tier verliert sofort das Bewusstsein. Die anschliessende Entblutung erfolgt im bewusstlosen Zustand. Das Tier erfährt weder Angst noch Schmerz.

Stress vor der Schlachtung führt zu erhöhtem Adrenalin und Milchsäure im Fleisch, was den pH-Wert verändert und zu dunklerem, zäherem Fleisch führen kann (sogenanntes DFD-Fleisch). Bei der stressfreien Hoftötung bleibt der pH-Wert optimal, was zu zarterem, schmackhafterem Fleisch mit besserer Haltbarkeit führt.